Der Cavendish-Knoten

Cavendish-Knoten

Der Cavendish-Knoten ergibt sich durch das zweimalige hintereinander Ausführen eines einfachen Krawattenknotens, des Four-in-Hand-Knotens.

Seinen Namen hat der Cavendish-Knoten nicht direkt durch den englischen Physiker Cavendish erhalten, sondern durch die beiden Physiker Fink und Mao aus Cambridge. Diese arbeiteten nämlich dort an der physikalischen Fakultät in den Cavendish-Laboratorien. Von ihnen stammt auch ein Buch das 85 Methoden zum Binden eines Krawattenknotens beschreibt, die sich mathematisch errechnen lassen.

Der Physiker Henry Cavendish

Dabei war der Physiker Henry Cavendish (1731-1810) derjenige der das Element Wasserstoff entdeckte. Außerdem berechnete er als erster Gravitationskonstanten und leistet Vorarbeit bei der elektrischen Leitfähigkeit und Widerstand, die später Ohm und Dalton als Verdienst zugeschrieben wurden.

Wofür eignet sich der Cavendish-Knoten gut?

Gerade bei schmalen sowie langen Krawatten und einem Haifischkragen eignet sich dieser Krawattenknoten gut. Der Knoten ist asymmetrisch, länglich und voluminös. So kann er den breiten Ausschnitt eines Haifischkragens besser ausfüllen als ein Four-in-Hand oder Albert-Knoten.

In seiner Größe kommt er einen halben Windsorknoten nahe.

Einzig einen Dimple kann man aufgrund der zusätzlichen Windung hier schlechter anbringen.

Getragen werden kann der Cavendish-Knoten zu allen Anlässen und den meisten Kragenarten. Schmale und leichte Krawatten erhalten durch ihn viel Volumen.

Der Knoten ist nicht selbstlösend. Auch eignet er sich gut für Männer mit schmalem Gesicht bei denen eine Four-in-Hand zu schmal wirkt. Auch für kleinere Männer ist er gut geeignet, da er durch die vielen Windungen die Länge der Krawatte kürzt.

Wie wird der Cavendish-Knoten gebunden?

Beim Binden des Krawattenknotens werden im Prinzip zwei einfache Krawattenknoten hintereinander gebunden, was ihn somit auch für Anfänger leicht zu erlernen macht.

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  • Zunächst wird das breite Ende vorn von rechts nach links über das schmale gelegt.
  • Im zweiten Schritt führt man das breite Ende von hinten links nach rechts einmal um das schmale herum.
  • Dann wird das breite Ende wieder zurück nach links geführt, dieses Mal aber von vorn.

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  • Jetzt führt man das breite Ende einmal von hinten links am Hals durch nach vorne rechts.
  • Das breite Ende wird wieder um das schmale geführt und zwar hinten rum von rechts nach links.
  • Man legt jetzt das breite Ende erneut um das schmale. Dieses Mal vorn herum von links nach rechts.

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  • Zum Abschluss des Cavendish-Knotens führt man das breite Ende einmal von hinten rechts am Hals durch und schiebt es durch die vorne entstandene Schlaufe.
  • Vor dem Festziehen kontrolliert man den Sitz und korrigiert ihn gegebenfalls.

Selbstlösende Variante des Cavendish-Knotens

Ähnlich wie beim Hannoveranerknoten existiert auch von dem Cavendish-Knoten eine selbstlösende Variante wodurch das Ablegen der Krawatte erleichter wird.

can1

  • Man legt zu Beginn das breite Ende der Krawatte einmal von vorne rechts nach links vorn über das schmale Ende.
  • Jetzt wird das breite Ende von hinten links nach hinten rechts am das schmale Ende geführt.
  • Als nächstes führt man das breite Ende wieder zurück um das schmale von rechts nach links. Dieses Mal allerdings vorne herum.

can2

  • Nun windet man das breite Ende einmal an der linken Seite um die Krawatte am Hals von hinten nach vorn.
  • Das breite Ende wird erneut um das schmale gelegt, nämlich von hinten links nach hinten rechts.
  • Als nächstes wird das breite Ende der Krawatte von rechts zurück nach links von vorn über das schmale gelegt.

can3

  • Im letzten Schritt wird das breite Ende am Hals von hinten links nach vorne vorbeigeführt und in die Schlaufe des Knotens vorne geschoben.
  • Nun kann man den Sitz des Knotens noch korrigieren bevor er festgezogen wird.

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