Die Krawatte

Die Krawatte

Die Krawatte als Accessoire der Garderobe.

Die Krawatte als Accessoire der Garderobe.

Die Krawatte besteht aus einem länglichen Stück Stoff unterschiedlichen Materials wie Baumwolle, Seide, Polyester etc. Andere Bezeichnungen daher sind auch Langbinder bei Uniformen oder Schlips. Man wickelt sie um den Hals und bindet sich mit einem Krawattenknoten zusammen.

Sie geht ursprünglich aus der Krawattenschleife der Fliege hervor bei der die Enden immer länger wurden. Man trägt die Krawatte unter dem Hemdkragen und sie bedeckt hierbei die Knopfleiste des Hemdes auf der Brust.

Man kann sie auch mit einer Krawattenklammer oder einer Krawattennadel versehen mit der die Krawatte am Hemd befestigt wird.

Dabei leitet sich das Wort Krawatte vom Französischen „à la cravate“ ab und bedeutet nach kroatischer Art. Im Kroatischen Hrvat. Im 20. Jahrhundert meinte man mit dem Begriff Schlips nur die langen Enden der Krawatte.

Im offenen Hemdkragen werden auch Krawattenschals getragen in locker geknoteter Form. So nutzt man hierfür breite Krawatten zum Cutaway wie den Plastron.

Die eigentliche Breite der Krawatte ist vom Modetrend abhängig, genauso wie die Muster und Farben. Die Krawatte wurde ursprünglich nur von Herren getragen, wird aber auch in der Damenmode beliebter. Man trägt sie geschäftlich, zu feierlichen Anlässen und Festen. Edle Krawatten werden aus Seide gefertigt. Bekannte Hersteller sind in Deutschland beispielsweise Laco in Hamburg und Ascot in Krefeld.

Auch in Firmen setzt sich ein Trend zur Einheitlichkeit durch Firmenkrawatten durch.

Eine Krawatte hat etwa eine Länge von 145 cm und für große Menschen 155 cm in Überlänge. Sie ist am unteren Ende etwa 2 bis 3 mal so breit wie oben. Man steckt dieses nach dem Binden in eine dafür vorgesehene Schlaufe, der Passantino. Das schmale Ende kann auch zwischen dem 2 und 3 Knopf vom Oberhemd verschwinden.

Nach dem Knoten endet die Krawatte etwa eine handbreit über der Gürtelschnalle. Breite Krawatten im 1950er bold look wurden sehr kurz gebunden. Bis 1990 wurden Krawatten recht lang getragen bis zur Hosebundhöhe, heute wieder kürzer.

Herstellung von Krawatten

Die Herstellung der Krawatte kann sehr aufwändig sein.

Die Herstellung der Krawatte kann sehr aufwändig sein.

Die Krawatte wird seit 1920 diagonal zur Webrichtung des Stoffes verarbeitet. Diese Verfahren geht auf den New Yorker Schneider Jesse Langsdorf zurück. Durch dieses Verfahren ist das Material der Krawatte beim Binden und auch beim Lösen geschützter.

Man unterscheidet den amerikanischen und europäischen Schnitt bei denen der Zuschnitt jeweils um 90° gedreht erfolgt. Im amerikanischen Schnitt verläuft eine Diagonale im Muster von oben links nach rechts unten. Beim europäischen von unten links nach rechts oben.

Auch wird das Futter und die Einlage beim Falten seit den 1920er Jahren gesichert. Sie haben innen ein einfarbiges Seidenfutter oder das selbe Material wie vorn (self tipped).

Einen siebengefaltete Krawatte ist selten, aufwändig in der Produktion und wird Siebenfalte genannt. Sie entspringt einem quadratischen Tuch dessen Diagonale die Länge der Krawatte bestimmt. Durch einen 7-fache Faltung wird diese auf eine faltbar Krawattenbreite gefaltet. Es ähnelt so einem Foulard, also einem Seidentuch, dass man zur Krawatte faltet.

Für die Einlage nutzt man weiche, elastische Stoffe wie reine Schurwolle. Die weiche Polsterung glättet den Seidenstoff. Außerdem bleibt die Krawatte so formstabil. Bei teuren Krawatten nutzt man zwischen Seidenstoff und Einlage ein weiteres Futter.

Wenn man die Krawatte richtig pflegt und lagert hält sie besonders lang. So sollte man sie nach dem Tragen aushängen auf einem Bügel bzw. aufrollen und in einer Schublade aufbewahren.

Der Stoff ist sehr empfindlich, gerade bei Seide, hier sollte man Kontakt zu anderen Kleidungsstücken und Reißverschlüssen meiden um Beschädigungen zu verhindern.

Da sie länger als ein Koffer sind sollte man sie zweimal falten und zwischen anderen weichen Kleidungsstücken aufbewahren oder gerollt in speziellen Behältern.

Flecken sollte man sanft in lauwarmen Seifenwasser entfernen und mit einem Baumwolltuch trocken tupfen.

Zu hohe Temperaturen gilt es zu meiden. Knitterfalten kann man mit dem Dampfbügeleisen vorsichtig entfernen.

Auch der Wasserdampf in der Dusche kann genutzt werden wenn man die Krawatte in Duschkopfnähe aufhängt.

Glatte Stoffe wie Seide ermöglichen gute Knoten.

Man unterscheidet verschiedene Krawattenknoten wobei der Four-in-Hand und der Windsor zu den Klassikern zählen. Wobei der einfach Knoten asymmetrisch ist und daher etwas schief wirkt.

Der richtige Knoten ist auch abhängig vom Kragen, dem persönlichen Geschmack, der Statur und dem Material und Länge der Krawatte.

 

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