Krawatten-Geschichte

Krawatten-Geschichte

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Krawatten-Geschichte

Kroatische Söldner trugen im Dienst vom Louis XIV in Paris ein um den Hals geschlungenes Tuch, was von hier an sehr populär wurde und sich in der Mode durchsetzte. Man sprach auch von dem „Kroaten“ woraus sich das Wort „Krawatte“ entwickelte seit 1660. Schon im 14. Jahrhundert war der Begriff „Cravate“ in Kroatien, vor allem in Zagreb ein Begriff in der immer noch hier ansässigen Krawattenindustrie. Schon der französische Lyriker Eustache Deschamps (1345 bis 1404) nutzt in einer Ballade den Begriff zur Beschreibung eines schmalen Seidenschals.

Die „cravata“ spielt auch im 16. Jahrhundert in Kostümbüchern und Modebüchern eine Rolle. Man spricht auch gern heute noch mit anderen Begriffen über die Krawatte als Binder oder Kulturstrick in etwas herablassender Weise.

1818 erscheint das „Neckclothiana“ als Werk über die Krawatte. Im Buch „L’art de mettre sa cravatte“ wurden 32 Bindemöglichkeiten von Krawatten vorstellt. Es wurde von Saint Hilaire verfasst und erschien 1827. Häufig wird aber Honore de Balzac als Autor vermutet, da von ihme das Plädoyer für die Krawatte stammt „Ein Mann ist so viel wet wie seine Krawatte“. „Durch sie enthüllt sich sein Wesen, ihr ihr zeigt sich sein Geist.“

Im 18. und 19. Jahrhundert waren Krawatten auch bei den britischen Dandys (sich übertrieben modisch kleidende Männer) beliebt. Ein großes Vorbild ist hier der britische Adelige Beau Brummel, der die Krawatte täglich mehrer Stunden lang zur Perfektion band.

Auch in den folgenden Jahrhunderten gab es weitere Literatur über Krawatten und Krawattenknoten. So haben die beiden Physiker Thomas Fink und Yong Mao eine Formel bestimmt mit der man insgesamt 85 mögliche Krawattenknoten erstellen kann, die noch gut aussehen bzw. extrem ungewohnt sind.

Auch heute trägt der Gentleman von Welt gern Krawatte. 1903 schrieb Arthur Schnitzler die Kurzgeschichte „Die dunkelgrüne Krawatte“, eine Satire auf Doppelmoral und Heimtücke. „Der Mann mit der roten Krawatte“ sit eine orientalisch-abenteuerliche Spitzelerzählung des iranischen Schriftstellers Huschang Golschiri.

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