Krawatten in der Moderne und Kunst

Krawatten in der Moderne und Kunst

Die Krawatte kann als Ausdruck der eigenen Individualität genutzt werden.

Die Krawatte kann als Ausdruck der eigenen Individualität genutzt werden.

Mit einer Krawatte kann man den eigenen Kleidungsstil unterstreichen, Individualität zeigen, aber auch Botschaften vermitteln durch klassische Kleidungsstile, gewagte moderne etc. Der Holzschnitzer Gringling Gibbson (1648 – 1721) fertigte eine Krawatte aus Holz an, ein wahres Kunstwerk, welches von dem 4. Earl of Orfort, Horace Walpole sogar zu einem offiziellen Staatsempfang getragen wurde und für Erstaunen sorgte. Aber auch heute gibt es noch Holzkrawatten die man hinten mit Bändern zusammen hält. Holzkrawatten wirken jedoch immer sehr steif und nicht wirklich edel.

Die Krawatte hat ihren Ursprung in einem geknoteten Tuch welches kroatische Söldner am Hals trugen zum Schutz vor Wind. Am französischen Hof empfand man sie als sehr schick und so kam es zum Siegeszug der ersten Krawattenknoten in Europa. Das Wort Krawatte stammt daher auch hiervon ab und bedeutet soviel wie „Kroate“.

Mehr über die Geschichte der Krawatte können sie hier nachlesen.

Die Krawatte ist keinesfalls mehr eine reine Männerdomäne, auch Frauen tragen sie gern als modisches Accessoire. An Weiberfastnacht müssen Krawatten und Schnürsenkel vielorts den Scheren von Frauen zum Opfer fallen, hier stehen sie als männliches Falus-Symbol welches kurzerhand gekürzt wird.

Aber auch als MP3-Player-Halter können Krawatten modern umgewandelt werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. So wurde der Luzerner Wasserturm mit einer Höhe von 20 Metern als gelbe Krawatte mit einem Ketchupfleck verziert.

Schon im 14. Jahrhundert sprach Eustache Dechamps (1345 – 1404) von einer Cravate, meinte damit aber eher eine Kleidungsstück dass zu Smoking und Fliege passt, nämlich der Kummerbund. Dieser Name wiederum stammt aus Indien, hier nutzen Würdenträger ein Karmaband am Hüftgürtel. Also eine breite Schärpe der Hindis die um den Bauch gebunden wurde.

In England ersetzte man die bisher übliche Weste in der Regimentskleidung auch durch eine Schärpe die man cummerbund oder cumberbund nannte, hier trägt man die Falten nach oben.

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